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Birresborn

Eifelgemeinde mit Herz

Kontext
Datum 21.08.2020
Quelle Quelle: Trierischer Volksfreund
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Sonstiges

Zu Besuch bei der Suchhund-Ausbildung in der Eifel

Vulkaneifelkreis/Eifelkreis Carina Niesen aus Birresborn bildet Suchhunde für den Vulkaneifelkreis und den Eifelkreis aus.

Zu ihren Schülern gehören Hobbyspürnasen und solche, die sich auf den Ernstfall bei der Personensuche vorbereiten.

Hunde haben eine sehr feine Nase. Damit haben sie dem Menschen eindeutig etwas voraus. Und sie haben meist auch viel Spaß daran, ihren Spürsinn zu nutzen. Und können damit auch Menschen helfen,  Vermisste aufzuspüren. Gemeinsam bilden Hund und Halter dann „Mantrailer-Teams“.

Doch bis Hund und Mensch wirklich nützlich sein können bei der Sucharbeit, müssen sie viel lernen.

Die Organisation Finderwille
Die Finderwille - Suchhundeausbildung ist Linzenzgeber für verschiedene Zentren beziehungsweise Stützpunkte in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit dem Konzept will Finderwille sichern, dass interessierte Hundebesitzer eine qualitativ hochwertige Ausbildung von zertifizierten Trainern bekommen. Außerdem soll es ein abwechslungsreiches Angebot für Hundebeistzer und Hund bieten. www.finderwille.de

Und da kommt „Finderwille“ ins Spiel. Diese Organisation hat jetzt auch einen Stützpunkt in der Vulkaneifel. Genau gesagt bei Carina Niesen, die bereits jetzt als Man-Trailer-Ausbilderin für den Verband tätig ist.

Von November des vergangenen Jahres bis August in diesem Jahr hat sie ihre Ausbildung absolviert und darf jetzt selbst Hundeteams ausbilden. Dabei hat sie ein Einzugsgebiet, das sich über den Vulkaneifelkreis und den Eifelkreis erstreckt. 19 Teams sind es zurzeit, die bei ihr lernen, wie ein Hund mit der Nase am Boden einen Menschen aufspüren kann. Sieben davon möchten nach der Ausbildung Carina Niesen als Finderwille Taskforce verstärken. Derzeit ist Carina Niesen noch die einzige Mantrailerin der Finderwille Task Force in der Vulkaneifel. Um wirklich an Einsätzen, bei denen im Ernstfall ein Mensch gesucht wird, teilnehmen zu können, müssen Hund und Menschen eine Menge lernen.

Der Hund vor allem die Nasenarbeit, Konzentration und Furchtlosigkeit. Die Menschen müssen sich aber außer dem richtigen Umgang mit ihrem tierischen Partner noch weitaus mehr aneignen. So werden sie geschult in den Bereichen BOS-Funkausbildung analog und digital, einer erweiterten Erste Hilfe für Rettungseinsätze, Erste Hilfe Hund, Notfallseelsorge sowie Einsatzablauf und -Organisation. Am Abschluss steht ein zweitägige Prüfung. Diese wird Carina Niesen ihren Schüler nicht selbst abnehmen. Dafür zuständig sind dann zwei Prüfer aus anderen Stützpunkten.

Aber nicht nur Hund-Mensch-Teams, die sich bei der wirklichen Personensuche einbringen möchten, können sich von der Hundetrainerin ausbilden lassen. Grundsätzlich können alle Hundehalter bei ihr lernen. Zwölf ihrer derzeitigen Schülerpaare möchten nur ihren Hund tiergerecht fordern und ihn mit Kopfarbeit auslasten. Dabei ist es vollkommen egal, ob es sich um einen kleinen Chihuahua, einen Schäferhund, Dackel oder eine große Dogge handelt, jedes Tier wird von Carina Niesen da abgeholt, wo es steht. Auch Tiere mit Handicap können bei der Ausbilderin etwas lernen.

Die Hundeausbildung und die Einsätze mit der Task Force mit denen sie auch Teams in Koblenz oder Köln unterstützt, ist nicht der Beruf von Carina Niesen, sondern weiterhin nur Hobby. „Es ist Leidenschaft“, sagt sie. Mit Druck und ohne Spaß könne sie das nicht machen. Als Hundeführer müsse man mit Herzblut dabei sein.

Sie selbst ist bei Einsätzen, die sie bis zum vergangenen Jahr mit der Suchhundegruppe Vulkaneifel durchgeführt hat, mit ihrem Hund Yuma, der zur französischen Rasse Beauceron gehört, unterwegs.

Wer sich für eine Ausbildung für seinen Hund oder auch für die Task Force interessiert, kann sich bei Carina Niesen unter Telefon 0160/6337475 melden.