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Birresborn

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Feuer und Flamme für die Wehr

Rund 100 Jung-Feuerwehrleute aus dem Landkreis Vulkaneifel haben in Birresborn ihre Jugendflammen erworben.

Die Abzeichen sind ein Ausbildungsnachweis für Mitglieder der Jugendfeuerwehr zwischen zehn und 16 Jahren. Gleichzeitig hat die Nachwuchswehr aus Birresborn ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert.

Birresborn. Wie knüpft man Sicherungsknoten, wie alarmiert man Hilfe, wie setzt man ein Standrohr auf den Hydranten? Aufgaben wie diese mussten die rund 100 Kinder und Jugendlichen erledigen, um die Jugendflamme zu erhalten, ein Ausbildungsnachweis für junge Wehrleute.

Auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Birresborn absolvierte der Nachwuchs einen Übungsparcours, auf dem er seine Fertigkeiten unter Beweis stellen konnte. "Schläuche ausrichten ist nicht so mein Ding, hat aber doch gut geklappt", freute sich Sofie (12) aus Hillesheim. "Das Standrohr setzen hat mir am besten gefallen", meinte Nils Vank (11) aus Densborn.
Bei den Prüfungen in Birresborn wurden die Abzeichen der Leistungsstufen eins und zwei vergeben. "Das sind Übungen aus dem technischen Bereich", erklärte Kreisjugendfeuerwehrwart Harald Schmitz. "Die dritte Stufe dauert ein Jahr. Und da geht es um soziale Aktionen, ökologische Projekte, den kulturellen Bereich und sportliche Prüfungen."
Zu den Leistungsnachweisen waren Mädchen und Jungen aus 24 Dörfern des Landkreises angereist. Insgesamt gibt es im Kreis 41 Jugendwehren mit zusammen 500 Mitgliedern. "Die Jugendfeuerwehren in den Dörfern sind die Hauptstütze für den Weiterbestand der Feuerwehren im Kreis", betonte Schmitz. "Ohne den Nachwuchs geht mancherorts bald das Licht aus."
In Birresborn ist bereits vor 30 Jahren die erste Jugendfeuerwehr mit 25 Mitgliedern gegründet worden. Genau so viele sind es auch heute. "Damals war das ein schwieriges Unterfangen", erklärte Alfred Haas, Mitbegründer der ersten Birresborner Jugendwehr. "Das wurde eher als Spielabteilung gesehen. Heute bleiben viele Jugendliche bei der Feuerwehr, allein sechs werden im kommenden Jahr in die richtige Feuerwehr wechseln", betonte Timo Djelassi, Jugendfeuerwehrwart in Birresborn. "Wir haben hier fast alle Jugendlichen aus dem Dorf integriert, und die fühlen sich auch wertgeschätzt." Durch die Jugendarbeit bei der Feuerwehr seien die Mädchen und Jungen auch im Dorfleben integriert, ergänzte er. Nach rund zwei Stunden waren alle Prüfungen absolviert, und die Teilnehmer konnten ihre Abzeichen von Matthias Pauly, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein, entgegennehmen. AIX

Kontext
Datum 27.05.2014
Quelle Quelle: Trierischer Volksfreund
Vereine Freiwillige Feuerwehr
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