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Jede Menge Hilfe nach Hausbrand in Birresborn - Benezifkonzert geplant

(Birresborn/Rockeskyll) Bei dem Brand ihres Hauses am 9. Februar hat die achtköpfige Familie Weinand-Schmitz aus Birresborn ihr ganzes Hab und Gut verloren (der Trierische Volksfreund berichtete).

(Birresborn/Rockeskyll) Bei dem Brand ihres Hauses am 9. Februar hat die achtköpfige Familie Weinand-Schmitz aus Birresborn ihr ganzes Hab und Gut verloren (der Trierische Volksfreund berichtete). Doch blieben alle unverletzt, die Feuerwehr war sehr schnell zur Stelle, und die Hilfsbereitschaft ist nach wie vor überwältigend. Nun geben die St. Antonius-Engel Roth und der Kirchenchor Birresborn ein Benefizkonzert.

Birresborn/Rockeskyll. Wer in die Gesichter der Weinands schaut, wie sie jetzt um den großen Küchentisch in ihrer Übergangswohnung in Rockeskyll versammelt sind, spürt, was "Glück im Unglück" ist. Die Erinnerung an jenen Montagnachmittag, als im Dachgeschoss ihres Hauses das verheerende Feuer ausbrach, ist noch allzu lebendig. Erich Weinand (50) und der zehnjährige Robin waren kurz zuvor nach Gerolstein zum Einkaufen gefahren. Alle anderen befanden sich im Haus: Elke Weinand (46) und die Kinder Celine (15), Monique (7), Alisia (6) und Dennis (2) sowie Elke Weinands Mutter Anne Schmitz (82).
Celine bemerkte das Feuer als Erste, rief nach der Mutter, versuchte selbst zu löschen. "Mir war rasch klar, dass wir es alleine nicht in den Griff bekommen, und ich rief die Feuerwehr", erzählt Elke Weinand. Dann sei es nur noch darum gegangen, dass alle das Haus verlassen, sagt sie. In kürzester Zeit schlugen die Flammen meterhoch aus dem Dach. Die Riesenrauchwolke, die sich über dem Wohngebiet aufbaute, sahen Erich und Robin Weinand bei ihrer Rückkehr aus Gerolstein schon von Weitem.
Das Dachgeschoss des Hauses - das Ehepaar Weinand hatte es 1992 gemeinsam mit Elkes Eltern gebaut - brannte vollkommen aus, am übrigen Baukörper und der Inneneinrichtung richtete das Löschwasser schwere Schäden an. "Aber man kann das Haus wieder aufbauen", erklären Erich und Elke Weinand. Mit sechs bis zwölf Monaten Bauzeit rechne die Versicherung. Die Rückkehr vor Weihnachten - "das wäre toll", findet die ganze Familie.

Eine Welle an Hilfsbereitschaft

Dabei geht es ihnen auch in Rockeskyll so gut, wie es nach so einer Brandkatastrophe überhaupt nur möglich ist. Denn eine wahre Welle an Hilfsbereitschaft war noch am Brandtag in Gang gesetzt worden.
Die Birresbornerin Elke Brunner bot ihnen die 120 Quadratmeter große Wohnung in Rockeskyll an, der Nachbar Timo Djelassi begann die Versorgung und Ausstattung der Familie zu koordinieren und fragte zunächst die Kleidergrößen aller Familienmitglieder ab. Noch am selben Abend seien die ersten Kartons mit passenden Kleidungsstücken sowie Spielsachen für die jüngeren Kinder abgegeben worden. Am nächsten Tag und in den folgenden Wochen Einrichtungsgegenstände und Haushaltswaren, aber auch Hilfsangebote wie das Wäschewaschen. "Unsere Familien, unsere Nachbarn, das ganze Dorf und weit darüber hinaus, so unglaublich viele Menschen stehen hinter uns", erklären Erich und Elke Weinand. Messdienergruppen, Karnevalsvereine, Spielmannszüge, Frauengemeinschaften, Schulen, Kindergärten, der Lions Club, der Gerolsteiner Brunnen, wo Erich Weinand als Maschinist arbeitet, haben sich engagiert. "Wir sind total überwältigt und berührt", sagen sie. Und sie freuen sich schon auf das Benefizkonzert (siehe Extra) in ihrem Heimatdorf.

 

Kontext
Datum 26.03.2015
Quelle Quelle: Trierischer Volksfreund
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