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Kreisstraße 77 zwischen Birresborn und Salm wird derzeit saniert

Birresborn/Salm Schlaglöcher und Huppel verschwinden, Leitplanken kommen: Die Kreisstraße 77 zwischen Birresborn und Salm, die vor Jahren abgestuft werden sollte, wird saniert.

Birresborn/Salm Schlaglöcher und Huppel verschwinden, Leitplanken kommen: Die Kreisstraße 77 zwischen Birresborn und Salm, die vor Jahren abgestuft werden sollte, wird saniert. Damit erhöht sich die Verkehrssicherheit der engen Straße erheblich.

Auto-, Motorrad- und Radfahrer können aufatmen: Die K 77 zwischen Birresborn und Salm, seit Jahren eine der übelsten Buckelpisten im Kreis, wird saniert und hat schon bald eine ebene Fahrbahn. Dafür sorgt dieser Tage die Asphaltkolonne der Firma Kohl-Bau aus Irrel, die die Fahrbahn mit einer feinporigen Asphaltschicht überzieht.

Vorbei sind dann bald die Zeiten, in denen beim Befahren der rund acht Kilometer langen Strecke die Stoßdämpfer des Autos arg strapaziert wurden oder man als Zweiradfahrer (ob mit oder ohne Motor) höllisch aufpassen musste, dass einem angesichts der vielen Löcher der Lenker nicht aus der Hand geschlagen wurde und man stürtze.

Bis die neue Straße durch den Salmwald aber wieder befahren werden darf, wird noch etwas Zeit ins Land gehen, „denn zunächst wird auch in Salm noch ein Stück Straße asphaltiert und auf der K 77 werden Leitpfosten sowie rund vier Kilometer Leitplanken installiert“, sagt Polier Peter Hecker. Angesichts der zum Teil abschüssigen Hänge neben der Straße macht das durchaus Sinn.

Die Kolonne kommt gut voran. „Pro Tag verarbeiten wir 1000 Tonnen Asphalt und schaffen etwa einen Kilometer Strecke“, sagt Hecker. Und dass, obwohl die Männer mit den beengten Platzverhältnissen zu kämpfen haben. Hecker erklärt: „Weil die Straße so schmal ist, müssen die Asphalt-LKW, die aus Richtung Salm zur Baustelle ranfahren, stets warten, bis der vorherige Kollege wieder rausgefahren ist. Ein Begegnungsverkehr funktioniert hier nicht.“

Auf die bestehende Fahrbahn, die an den maroden Stellen zuvor ausgebessert wurde, kommen in der Regel zehn Zentimeter neue Asphaltschicht drauf, manchmal auch mehr, denn: „Wir bauen die Straße so auf, dass die Kurven nun stets nach innen geneigt sind, sodass das Wasser abläuft und die Auto- und Motorradfahrer nicht aus der Kurve getragen werden.“ Das Wasser wird dann über Rinnen und Mulden, die ebenfalls hergestellt werden, abgeleitet – an einigen Stellen dann durch Durchlässe unterhalb der Straßendecke.

Auch die Bankette neben der Fahrbahn werden noch neu hergestellt, sodass sie auf Fahrbahnhöhe abschließen. Jetzt, während der Arbeiten, ist dort eine mal 20, mal mehr als 30 Zentimeter hohe Kante. In einigen Bereichen sind auch die Kurven komplett neu ausgebaut und verbreitert worden, mit Bordstein an der Innenseite. Ansonsten aber wird der Verlauf der recht schmalen Straße beibehalten – aus Kostengründen und weil die Straße dann doch nicht viel befahren ist:  Gerade mal 125 Fahrzeuge am Tag sind dort durchschnittlich unterwegs. Laut Kreis ist daher „ein sparsamer Ausbau“ ausreichend. Um den Begegnungsverkehr auf der schmalen Straße zu erleichtern, entstehen in den Einmündungen von Wirtschaftswegen Ausweichbuchten.

Dass der Ausbau nun überhaupt in Angriff genommen wurde, hat mit dem seit Jahren vorherrschenden miserablen Zustand der Straße zu tun. Laut Kreisverwaltung gefährden die Fahrbahnschäden „in hohem Maße die Verkehrssicherheit. Der Ausbau ist dringend erforderlich.“ Das Vorhaben wurde nach langem Hin und Her ins Bauprogramm 2020 des Kreises Vulkaneifel aufgenommen. Vor Jahren war mal ein politischer Streit um die Straße entbrannt, da sie zur Gemeindestraße herabgestuft werden sollte, womit die Anliegerdörfer dann auch künftig alle Unterhaltungsarbeiten hätten bezahlen müssen. Das wurde aber abgewehrt.

Der Auftrag zum jetzigen Ausbau mit einem Volumen von rund 1,5 Millionen Euro ist an die Firma Kohl-Bau vergeben worden. An dem Vorhaben beteiligt sich auch die Ortsgemeinde Salm, sie übernimmt die Kosten (rund 61 000 Euro) für einen neuen Gehweg. Wegen der Arbeiten wird die K 77 ab dem Ortsausgang Birresborn und dem Ortsausgang Salm nach Mitteilung des Landesbetriebs Mobilität Gerolstein voraussichtlich bis zum 31. Oktober für den Verkehr voll gesperrt. Eine Umleitungsstrecke ist ab der Einmündung K 77/K 29 in Birresborn, über die K 29 – Michelbach – L 29 bis zur   Einmündung L 29/K 77 in Salm (und umgekehrt) ausgeschildert.

 

https://www.volksfreund.de/region/vulkaneifel/k77-zwischen-birresborn-und-salm-bekommt-neue-asphaltdecke_aid-54077607

Kontext
Datum 16.10.2020
Quelle Quelle: Trierischer Volksfreund
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