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Drei neue Naturschutz-Gebiete bei Birresborn

Eishöhlen sind auch dabei - 125 Hektar - Bezirksregierung: Gebiete können auch künftig betreten werden

BIRRESBORN/TRIER. Nachdem die Bezirksregierung vor wenigen Wochen die Ausweisung des 100. Naturschutzgebietes im Regierungsbezirk vermeldet hat, sind nun drei weitere Gebiete im Landkreis Daun bei Birresborn unter Schutz gestellt worden.

Die neuen Naturschutzgebiete "Eishöhlen und Fischbachtal bei Birresborn" und "Im Felst bei Birresborn" zeichnen sich durch ihre ökologisch hochgradig schützenswerten fels- und blockschutthaldenreichen sowie altholzreichen Laubmischwälder aus, die für  die Biotopvernetzung des Mittleren Kylltales von besonderer Bedeutung sind. Darüber hinaus erfüllt das weitgehend noch naturnah erhaltene Höhlensystem der sogenannten "Eishöhlen" wichtige Lebensraumfunktionen für gefährdete Fledermausarten, teilt die Bezirksregierung mit. Schutzzweck der neuen Rechtsverordnung für das bereits bestehende Naturschutzgebiet "Vulkan Kalem" ist die Erhaltung des die Landschaft prägenden altpleistozänen Schichtvulkans, aber auch der durch den früheren Abbau entstandenen Lavagruben, die mittlerweile ebenfalls Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten geworden sind. Alle drei Naturschutzgebiete umfassen eine Größe von insgesamt 125 Hektar, davon entfallen 75 Hektar auf die "Eishöhlen", 40 Hektar auf den "Vulkan Kalem" und knapp zehn Hektar auf das Gebiet "Im Felst". Um die hohe Artenvielfalt in den drei Schutzgebieten zu erhalten, sind in den nächsten Jahren umfangreiche Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen notwendig, schreibt die Bezirksregierung. Interessierte Landwirte werden hierbei angesprochen, um diesen einen Nebenerwerb anzubieten. "Selbstverständlich können die Bürger der Gemeinde Birresborn und alle Erholungssuchende die Gebiete auch weiterhin auf den vorhandenen Wegen durchwandern und ebenso auch die geologisch interessanten Eishöhlen besuchen," betont die Behörde.

Kontext
Datum 16.12.1998
Quelle Quelle: Trierischer Volksfreund
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