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Birresborn

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Wanderwege und Gäste im Blick

Seit 1973 gibt es in Birresborn den Verkehrs- und Gewerbeverein - 70 Kilometer Rundwanderwege werden gepflegt

BIRRESBORN. Von der Brauchtumspflege bis zur Betreuung von Feriengästen reicht die Palette des Gewerbe- und Verkehsvereins Birresborn.

Wie die Birresborner Chronik berichtet, gab es bereits in den 20er Jahren einen Verkehrsverein. Denn durch einen Beschluss der Gemeindevertretung vom 12. April 1926 wird dem Verein gestattet, sich das Holz, das zur Herstellung von Bänken erforderlich ist, aus dem Gemeindewald zu beschaffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird der Verkehrsverein dann nicht mehr genannt.

Erst am 3. April 1973 gründeten einige Geschäftsleute den heutigen "Verkehrs- und Gewerbeverein". Als 1. Vorsitzender wurde damals einstimmig Karl-Heinz Fischer gewählt.

Dem Verein trat die Gemeinde als kooptiertes Mitglied mit einem Jahresbeitrag von 600 Mark bei. Durch die Mitgliedsbeiträge, vor allem durch eine großzügige Kostenbeteiligung der Firma Phönix-Sprudel, war es dem Verein damals möglich, neue Farbprospekte und Unterkunftsverzeichnisse herstellen zu lassen.

Heute ist Lorenz Brück Vorsitzender des Vereins. Er sieht seine Aufgaben in der Schaffung, Pflege und Erhaltung von Einrichtungen, die der Erholung und dem Fremdenverkehr in der Gemeinde dienen. "Hierzu gehören vor allem die Pflege und Freihaltung von neun Rundwanderwegen mit insgesamt 70 Kilometer Länge. Jedes Jahr fallen Nachmarkierungen der Wanderwege an und zwei bis drei Mal müssen Wege wieder freigemacht werden, die durch Holzeinschlag oder Zuwachs unbegehbar geworden sind", sagt Brück.

Als weitere Aufgaben nennt Brück die Betreuung der Gäste. So unterhält der Verein eine Beratungs- und Auskunftsstelle und veranstaltet kostenlose Führungen zu den Sehenswürdigkeiten von Birresborn.

Ein besonderer Anziehungspunkt für die Feriengäste sind die Eis- und Mühlsteinhöhlen im Bereich des Vulkans "Auf der Huck". "Hier in den Mühlsteinhöhlen haben wir nach dem Bombenangriff auf Birresborn am ersten Weihnachtstag 1944 bis zum Einmarsch der Amerikaner im März 1945 Zuflucht vor Bomben und Granaten gesucht", erzählt Brück. Als Dank für den Schutz wurde hier 1990 eine Mariendankstätte errichtet. Auch die Verschönerung des Ortsbildes, der Erhalt der Volksbräuche und die Pflege der Naturdenkmäler gehören zu den Aufgaben des Vereins.

"In naher Zukunft muss wieder ein neuer Ortsprospekt erstellt werden", blickt Vereinschef Brück auf zukünftige Aktionen des Gewerbe- und Verkehrsvereins. Tradition des Vereins ist das jährliche Osterkonzert mit dem Musikverein Birresborn inklusive Ostereiersuche.

Foto und Bericht: Erwin Schöning

Kontext
Datum 05.03.2003
Quelle Quelle: Trierischer Volksfreund
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