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Das Ende eines "der Besten"

Zum Thema: Schließung des Birresborner Sprudel lesen Sie diese Meinung eines EAZ-Lesers.

11.11.03 - Birresborner Phönix Sprudel schließt und entlässt 25 Mitarbeiter!

Das waren Schlagzeilen, die nicht nur uns Betroffenen weh taten, sondern dem ganzen Ort und der ganzen Region! Fragt sich nur, wer wirklich für die Misere verantwortlich ist?

Denn wenn man sich die Ereignisse und die Tuscheleien der letzten Wochen vor Verkündung jener Hiobsbotschaft betrachtet, wird jedem klar, wer für die Entlassung 25 Mitarbeiter und Vernichter eines der besten Mineralwässer – für viele das Beste überhaupt – verantwortlich ist! Dieser Gigant ist doch selbst gerade dabei, sich zu rationalisieren. Da war Tochterfirma Birresborner doch nur unnötiger Ballast, den es galt, durch Verschiebung der Tatsachen los zu werden.

Ist es nicht seltsam, dass wenige Wochen zuvor, Anfang Oktober, die Meldung durch die Presse ging, der Gigant wolle Personal entlassen?! Ist es nicht seltsam, dass wenige Wochen zuvor ein Gerücht durchs Dorf geht, der Birresborner würde zugemacht, wegen der Gewerbesteuer (das sei im Gemeinderat besprochen worden)?!

Aber es mussten natürlich noch neue Laptops für die Außendienstmitarbeiter von Phönix angeschafft werden. Und es mussten noch (eine Woche vor Schließung) neue Möbel für die Chef-Etage angeschafft werden.

Wahrscheinlich glaubte man so zu vertuschen, dass man von all dem Bevorstehenden nichts geahnt hätte. Wo für alle Mitarbeiter zu spüren war, dass „was im Busch ist“!

Selbst die Kreisverwaltung konnte die Schließung des Betriebs nicht rechtfertigen. Wie sagte Landrat Onnertz im Fernseh-Interview: „Die gefundenen Spuren kommen aus der Natur – oder sind von Menschenhand gemacht ...“ Also scheinen viele das Gleiche zu denken: Da hatte jemand seine Hände im Spiel! Und dieser Jemand ist nicht bemüht, Arbeitsplätze zu schaffen, sondern sie zu vernichten.

Geld für Werbung ist da! Geld für ein Fahrrad-Team ist da! Und Geld für die Chef-Etage ist natürlich auch immer reichlich da! Schon mehr als einmal bekam ich in den letzten Wochen zu hören: „Ein neuer Chef bringt nicht immer Gutes mit sich ...“ – getreu dem Sprichwort: „Neue Besen kehren gut!“ Die sollen nur aufpassen, dass sie sich am Ende nicht selbst wegkehren ...

Name und Anschrift des Verfassers sind der EAZ-Redaktion bekannt.

Kontext
Datum 25.11.2003
Quelle Quelle: Eifelzeitung
Unternehmen Birresborner Phoenix Sprudel GmbH
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