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Kann passieren

BIRRESBORN. (mh) Dem Sprengunfall in Birresborn, bei dem am Freitag Hunderte Basaltbrocken bis auf die L 24 und das Bahngleis geschleudert wurden (der Trierische Volksfreund berichtete), liegt laut Gewerbeaufsicht kein menschliches Versagen zugrunde. Dennoch: Bei den nächsten Sprengungen soll die Straße gesperrt werden.

Nicht auszuschließen ist nach Auskunft von Norbert Faber, Referatsleiter Gewerbeaufsicht bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Trier, dass bei einer Sprengung Steine fliegen: "Das kommt zwar selten vor, kann aber immer mal passieren."

Die beiden für das Setzen der Bohrlöcher und die Sprengung eingesetzen Firmen verfügten über eine große Erfahrung und seien "sehr zuverlässig". Faber: "Fahrlässigkeit lag nicht vor."

Ursache für den Unfall im Birresborner Werk der Rheinischen Provinzial Basalt- und Lava-Werke GmbH war laut Faber, dass in einem mehr als zwölf Meter tiefen Bohrloch auf die harte Basalt- eine weiche Sandstein-Schicht folgte. "Dadurch wurde die Sprengwirkung deutlich größer, und es kam zum Steinflug", sagte Faber. Da die Gesteinszusammensetzung bei einer Bohrung aber laut Faber "nicht zu erkennen" sei, berge "jede Sprengung ein gewisses Wagnis".

Um weitere Unfälle zu vermeiden, ist eine detaillierte geologische Untersuchung künftiger Sprengflächen angeordnet worden. Dabei werden Löcher gebohrt und Bodenproben entnommen.

Dann werde entschieden, ob künftig weniger Sprengstoff eingesetzt wird. Auch werde bei den nächsten Sprengungen die Straße gesperrt und abgewartet, bis kein Zug vorbeifährt.

Kontext
Datum 22.03.2004
Quelle Quelle: Trierischer Volksfreund
Unternehmen BASALT-UNION
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