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Neue Jobs sprudeln aus der Quelle

DREIS. Im Schatten des benachbarten Großkonkurrenten Gerolsteiner hat sich die Nürburg Quelle in Dreis auf dem Getränkemarkt behauptet. Dieses Jahr investiert der mittelständische Familienbetrieb rund sechs Millionen Euro für ein neues Vollgutlager und e

Nicht nur die Quellen des Dreiser Unternehmens sprudeln kräftig, sondern auch die Umsätze der Nürburg Quelle mit ihren 120 Mitarbeitern verheißen "Prickelndes": Von 15 Millionen Euro 1993 stieg der Umsatz im vergangenen Jahr auf 25 Millionen Euro.

Im Vergleich zu 2002 bedeutet das Ergebnis des vergangenen Jahres eine Zunahme von 25 Prozent. Besonders wegen des Jahrhundertsommers waren im vergangenen Jahr jede Menge Mineralwasser, Limonaden und Fruchtsäfte gefragt. Davon profitierte auch das Dreiser Unternehmen, das fast 150 Millionen Flaschen abgefüllt hat - was einer Getränkemenge von rund 112 Millionen Litern entspricht. Grund genug, das Familienunternehmen auszubauen. "Wir müssen jetzt etwas tun, damit wir den Anforderungen des Marktes besser gerecht werden", sagt Geschäftsführer Hermann Kreuter.

Seit Anfang der 90er Jahre wurde der Betrieb immer wieder umgebaut und modernisiert, was insgesamt 25 Millionen Euro verschlang. Nun will das Familienunternehmen noch einmal eine "große Investition" machen: Mitte des Jahres sollen die Bauarbeiten für ein 10 000 Quadratmeter großes Vollgutlager und ein neues Wasserhaus beginnen. Die neue Lagerhalle mit Platz für 7,5 Millionen Flaschen und Palettierung wird die doppelte Größe der bisher zur Verfügung stehenden Halle haben. Die alte Halle wird zukünftig teilweise auch für die Produktion genutzt. Das neue Wasserhaus wird die dreifache Größe des bisherigen haben und Platz für 1,2 Millionen Liter Mineralwasser bieten, was dem täglichen Spitzenbedarf des Werkes im Sommer entspricht.

Sechs Millionen Euro investiert der Familienbetrieb dafür und baut zusätzlich noch neue Sozialräume für die Belegschaft. Eine parkähnliche Anlage mit kleinen Gewässern und Obstbäumen soll zudem das Werk an die Ortschaft Dreis anbinden. 17 neue Arbeitsplätze werden in der Produktion und der Verwaltung entstehen.

Auch im laufenden Geschäftsjahr liegen die Dreiser gut im Rennen: Verbuchte der Mineralwasserverband im ersten Quartal 2004 eine Steigerung der Absatzmenge von 1,5 Prozent, so lag der Anstieg bei der Nürburg Quelle bei 11,9 Prozent: "Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Absatzgebiete kontinuierlich ausgebaut. Regional haben sich auch Umsätze durch die Schließung des Birresborner Sprudels zur Nürburg Quelle verlagert." Größere Neukunden, sagt Herbert Bauer, habe man zwar nicht dazu gewonnen, aber: "Wir haben eine unwahrscheinlich hohe Kundentreue. Unsere Kunden honorieren, was wir 2003 für sie geleistet haben: permanente Lieferbereitschaft und keine Engpässe beim Leergut."

Dabei habe die Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter eine wichtige Rolle gespielt. "Fünf Wochen haben wir im Supersommer rund um die Uhr abgefüllt, alle Mitarbeiter haben ihr Bestes gegeben, das war fantastisch", sagt Kreuter.

Trotz der Erfolge und der Expansionspläne will man als "grundsolides Unternehmen" - so Kreuter - auf dem Teppich bleiben und den Betrieb "langfristig und strategisch ausrichten". Bauer: "Erste Priorität hat für uns die Sicherung der Arbeitsplätze und den Betrieb als Familienunternehmen zu erhalten."

Kontext
Datum 29.04.2004
Quelle Quelle: Trierischer Volksfreund
Unternehmen Birresborner Phoenix Sprudel GmbH
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