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Jugend - Birresborn hat viele Bahn-Fans

Waggon als Jugendraum? - Transportprobleme

BIRRESBORN. (gd) In Sachen Jugendarbeit soll dieses Jahr in Birresborn einiges passieren. Nachdem eine Grillstelle gebaut wurde, sollen im Jugendpark ein Beachvolleyballfeld, eine Skaterbahn und ein ganz besonderer Jugendraum entstehen.

Im größten Dorf der Verbandsgemeinde Gerolstein leben etwa 150 Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren. Schon seit Jahren engagieren sich in der Kyllgemeinde einige Erwachsene enorm in der Jugendarbeit. Jetzt erhalten sie sogar Unterstützung aus den Reihen der Jugendlichen: Fünf junge Birresborner werden auf eigenen Wunsch vom Kreisjugendpfleger Kurt Laux als Gruppenleiter ausgebildet. "Sie sind aus der ersten Generation der Bauwagen-Clique", freut sich "Bauwagen-Chef" Uwe Stahl.

Sand und Netz werden bestellt

Derzeit wird über den weiteren Ausbau des Jugendparks diskutiert. Der Grillplatz wurde im vergangenen Jahr fertig gestellt. Und das Beachvolleyballfeld ist schon "ausgekoffert". Die Netzanlage für 1300 Mark und der notwendige Sand werden demnächst bestellt; der Jugend-, Sport- und Kulturausschuss der Gemeinde hat in seiner jüngsten Sitzung bereits zugestimmt. Erstaunlich: An dem Treffen nahmen fast 20 Jugendliche teil, ihre Skateboards und Rucksäcke hatten sie zuvor ordentlich im Flur abgestellt.

Im Etat stehen noch 8000 Mark plus eine Spende von 1000 Mark. Weitere Spender werden gesucht, verspricht Erster Beigeordneter Johannes Burggraf.

Damit auch die Skater in Zukunft auf ihre Kosten kommen, wird im Jugendpark eine Skaterbahn gebaut. Nach Rücksprache mit den Jugendlichen, beschloss der Ausschuss die Größe der Bahn: zwölf Meter lang, fünf Meter breit. Als Belag entschied sich das Gremium für Bitumen, da beim Bau des Vorplatzes des neuen Feuerwehrhauses, der ebenfalls geteert wird, die notwendigen Geräte schon einmal zur Verfügung stehen. Zudem gilt der Belag als Frost sicher und sehr haltbar.

Für die anstehenden Arbeiten Schotter aufbringen, Erde verteilen, Fundamente gießen fanden sich unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen rasch Projektleiter.

"Renner" ist allerdings der Eisenbahnwaggon. Der 14 Meter lange Waggon wurde günstig gekauft, steht aber noch im Gerolsteiner Bahnhof. Er soll als offener Jugendtreff genutzt werden. Problem ist der Transport von den Gleisen des Birresborner Bahnhofs bis in den Park.

Teurer Riesenkran ist notwendig

Notwendig ist dafür ein Riesenkran, der die schwere Last zum einen von den Gleisen über das neue Feuerwehrhaus bis auf die Straße, zum anderen von der Straße in den Jugendpark heben müsste. "Allein dieses Vorhaben würde uns 6400 Mark netto kosten", erklärte Burggraf. Da das Geld aber nicht reicht, wird jetzt nach einer anderen Lösung oder Spendern gesucht.

Dabei haben sie schon einiges im Vorfeld erreicht, der Waggon ist gekauft, die Gleise liegen bereit, Birresborner Bahnbedienstete und Gleisbauer haben ihre tatkräftige Unterstützung zugesagt und jetzt droht es am Geld zu scheitern. Dabei könnte der Waggon optimal genutzt werden. Neben der Funktion als offener Jugendtreff, könnte er als Lagerraum dienen für die Utensilien des benachbarten Grillplatzes, der Skaterbahn oder des Volleyballfeldes.

Jugendraum auch im Gemeindehaus

Für den Jugendraum, der im Spätsommer im neuen Gemeindehaus "auf Büchel" entsteht, soll noch eine Benutzerordnung erstellt werden. Er wird etwa 70 Quadratmeter groß sein und mit einer Teeküche ausgestattet. In die Ausstattung fließt ein Zuschuss der Verbandsgemeinde in Höhe von 15 000 Mark. Weitere Fördermittel sollen beantragt werden: beim Kreis etwa 4000 Mark und in Mainz für die "ländliche Jugendförderung" im ersten Jahr 6000 Mark und für weitere zwei Jahre je 3000 Mark. Johannes Burggraf sieht keine Überschneidung mit dem Waggon-Vorhaben: "Zum einen war der Raum im Gemeindehaus schon lange geplant und wird der Jugend nicht zu jeder Zeit offen stehen, zum anderen ist nicht klar, ob das mit dem Waggon klappt."

Kontext
Datum 13.03.2001
Quelle Quelle: Trierischer Volksfreund
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