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Unfall und erneuter Rekord bestimmen Seifenkistenrennen in Birresborn

BIRRESBORN. (nd) Trotz eines Crashs, der glimpflich ausging, herrschte beim vierten Seifenkistenrennen in Birresborn wieder Partystimmung – nicht zuletzt wegen eines erneut geglückten Rekordversuchs.

Leuchtende Farben, blinkende Felgen und ausgefallene Modelle beeindruckten die Zuschauer beim Seifenkistenrennen. In vier Kategorien starteten 26 Kinder und Jugendliche aus den Seelsorgegemeinden des Pastor Schwan, der die Schirmherrschaft des Rennens übernahm.

"Wir wollen hier keine Profis am Start. Die Amateure sollen die Chance haben, ihr Können unter Beweis zu stellen", sagte Fritz Skambraks vom veranstaltenden Verein BuBIKaBa. Und das taten sie. Nachdem sie ihre Seifenkisten den 16,48 Meter hohen Berg mit einer Steigung von etwa zehn Prozent hochgezogen hatten, rasten die kleinen Flitzer in zwei Durchgängen die 325 Meter lange Strecke hinab ins Ziel, einige sogar in knapp 33 Sekunden. Die Rennstrecke war zwar durch Heuballen und Barrieren abgesichert, doch auch die verhinderten nicht, dass eines der Fahrzeuge außer Kontrolle geriet: Das Heck rutschte seitlich weg und der Fahrer wurde noch einige Meter mitgeschleift. Den Zuschauern stockte zwar der Atem, da der Junge zunächst bewusstlos schien. Doch die anwesenden Rettungssanitäter meldeten kurz darauf Entwarnung: Lediglich Prellungen und Schürfwunden zog sich der Fahrer zu.

"Werden künftig verstärkt kontrollieren"

Pastor Schwan: "Das nächste Mal müssen wir bei der Abnahme darauf achten, dass der Schwerpunkt bei hoch gebauten Kisten tiefer gelagert ist, damit so ein Unfall vermieden wird." Auch der Veranstalter zieht seine Konsequenzen: "Wir werden verstärkt die Bremsen kontrollieren und in den Teilnahmebedingungen neben Helm und Armschonern auch feste, lange Kleidung vorschreiben. Auf alles Weitere müssen die Eltern achten, die ja auch unterschrieben haben, ihre Kinder eigenverantwortlich an dem Rennen teilnehmen zu lassen", erläuterte Fritz Skambraks.

Ansonsten verlief das Rennen reibungslos und sorgte bei den Zuschauern für Stimmung: "Wir sind zum ersten Mal bei einem Seifenkistenrennen und überrascht, weil wir eben an normale Seifenverpackungen dachten. Aber es gefällt uns sehr gut", erzählte Familie Nota aus Holland. Vor allem die jungen Zuschauer saßen wie auf Kohlen, so zum Beispiel der siebenjährige Nico Heinz: "Ich finde die Schikane am besten, da würde ich auch gerne durchfahren." Ein weiterer Höhepunkt war die Fahrt der Guinness-Rekordhalter in der schwersten bemannten Seifenkiste der Welt (680 Kilo), die ihre eigene Zeit in 30,56 Sekunden unterboten. Schließlich wurden die Sieger über die Punktzahl, die sich aus Bewertung und Rennzeit zusammensetzt, ermittelt, und die Urkunden und Pokale überreicht. In der Gruppe A siegte Philipp Sonnen, in der Gruppe B Sebastian Schmitz, in der Gruppe C Christian Molitor und in der Gruppe D Thomas und Martin Schreiner.

Kontext
Datum 13.08.2001
Quelle Quelle: Trierischer Volksfreund
Vereine BuBIKABa 1997 e.V.
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