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Birresborn

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"Dem Himmel sei Dank": Alle Theateraufführungen in Birresborn waren ausverkauft

Einfach gekonnt spielte die Theatergruppe des BuBIKABa e.V. jeweils im vollen Gemeindehaus „Auf dem Büchel“ den Dreiakter „Dem Himmel sei Dank“ von Bernd Gombold

"Dem Himmel sei Dank"

Um ein Stück wie dieses in dieser Klasse aufführen zu können,
bedarf es einer großen Gruppenleistung. Bereits seit Monaten studierte die Birresborner Theatergruppe diesen Schwank ein.
Bereits im Frühjahr 2005 hat man sich auf dieses Stück geeinigt,
die Rollen verteilt, und viele andere Posten verteilt.
Dies ist keine einfache Sache!

Regisseur Rudi Schreiner versuchte mit seiner Gruppe
im Stück viele Parallelen auf den Heimatort einzubauen
und dann auch wirklich einzuschleifen. Ob nun die Frau
des Küster, der Küster selbst oder die Haushälterin des
Pastor, diese Rollen wurden in Birresborner Mundart
exzellent einstudiert und auch vorgetragen.

Wochen vor der ersten Aufführung überlegten die
verantwortlichen Heribert Schmitz und Norbert Simon
wie die Bühne bestmöglich dargestellt werden konnte.
Harald und Martin Brakonier ergänzten das Bühnenaufbauteam.
Volltreffer!

Die Gruppendynamik hat sich wieder einmal gelohnt.
Ob beim Aufbau der Bühne oder vor, während und nach den
Aufführungen konnte man sich auf ein gutes Service-Team
verlassen um den Besuchern ein paar schöne Stunden zu bieten.
Auch über Unterstützung, in finanzieller oder auch materieller Hinsicht, kann sich die Gruppe bei jeder Aufführung immer nur bedanken und verbunden zeigen.

Zum Inhalt des Theaterstückes dem „Himmel sei Dank“
in Birresborn:

Mit nicht ganz alltäglichen Methoden versucht Pfarrer
Alfons Teufel, gespielt von Heinz Overfeld, in seiner
Pfarrgemeinde, das dringend benötigte Geld für die
Renovierung der sanierungsbedürftigen Kirche aufzutreiben.
Dabei schreckt er sogar vor nächtlichen Kartenspielen im
Pfarrhaus oder dem Verkauf von schwarz gebranntem Schnaps
nicht zurück.
Sein arbeitsscheuer, aber dafür um so geselliger Küster Johannes Höll, gespielt von Wilbert Hontheim, wird zwar von seiner
Frau Emma, gespielt von Erika Zimmermann, immer wieder auf
Trab gehalten, ist dem Pfarrer aber zumindest beim Kartenspiel
ein eifriger Helfer.
Pfarrhaushälterin Hermine, gespielt von Marianne Simon,
die ihrem "Chef" treu und ergeben dient, will
dagegen den Pfarrer immer auf den "richtigen" Weg bringen.
Einfach köstlich!
Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elfriede Engel, gespielt von Linde
Schmitz,- von allen aufgrund ihrer Scheinheiligkeit nur "Erzengel"
genannt - soll eigentlich Spenden für die Renovierung der Kirche sammeln.
Ihre einzige Sorge gilt jedoch ihrem guten Abschneiden
bei den anstehenden Pfarrgemeinderatswahlen; sogar ihre Nichte Uschi, gespielt von Silke Hontheim,will sie gegen deren Willen
in ein Kloster stecken, nur um dadurch ihre Erfolgschancen bei der Wahl zu steigern.
Zur Vorbereitung auf Ihr künftiges Klosterleben muss Uschi
auf Wunsch ihrer Tante im Pfarrbüro ein Praktikum absolvieren.
Küster Johannes und Pfarrhaushälterin Hermine durchschauen
jedoch das falsche Spiel der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden und stehen Uschi bei.
Um eine weitere Geldquelle für die Kirchenrenovierung zu erschließen, beschließt der Pfarrer im Alleingang, die vielen leerstehenden Zimmer im großen Pfarrhaus zu vermieten.
Gerade als die ersten Übernachtungsgäste erwartet werden, bekommt der Pfarrer hohen, aber unangenehmen Besuch:
der strenge Domkapitular Dr. Jüngling, gespielt von Uli Schun,
vom bischöflichen Ordinariat Trier kommt unerwartet
- er soll die ungewöhnlichen Vorgänge innerhalb der
Pfarrgemeinde untersuchen und wieder für Ordnung sorgen.
Er ist schockiert, mit welchen Methoden der Pfarrer
Geld auftreibt und wer im Pfarrhaus alles ein- und ausgeht.
Um ihren Pfarrer nicht in noch größere Schwierigkeiten zu
bringen, erzählt ihm Pfarrhaushälterin Hermine die
abenteuerlichsten Geschichten. Einer der Gäste ist
Siggi Bischoff, gespielt von David Janser aus Mürlenbach,
der heimliche Freund von Uschi - was deren Tante Elfriede
natürlich unter keinen Umständen erfahren soll.
Doch Elfriede hält Siggi fälschlicherweise für den Domkapitular
und vertraut ihm sogar ihre Nichte an.
Im Glauben, der vermeintliche Domkapitular werde für eine Blitzkarriere ihrer Nicht im Kloster sorgen, zeigt sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende überraschend spendabel zugunsten
der Kirchenrenovierung.

Weitere Gäste im Pfarrhaus sind die Aerobic-Lehrerin Heidi,
gespielt von Maria Berg von der "Ohrenbrück".
Auch Heidi bringt im Stück die Akteure auf Trab.

Auch das sich während des Stückes findende Paar, Heidemarie Rosenfeld, die Handarbeitslehrerin, gespielt von Christel Benz
und dem immer "später kommenden" Hans Küster,
gespielt von Fritz Skambraks, konnten nicht nur wegen ihres
Textes und des "peinlichen" Aussehens viele Lacher für sich verbuchen.

Der richtige Domkapitular hält jedoch die Eskapaden des Pfarrers
für untragbar und will der Pfarrgemeinde während einer Messe seine
Strafversetzung in den Nachbarort Salm verkünden.
Dies wissen Hermine und Siggi zu verhindern. Hermine will doch auch nicht nach Salm oder gar nach Mürlenbach versetzt werden.
Mit Beerenwein und K.O.-Tropfen setzen sie den Domkapitular kurzerhand "außer Gefecht" - dieser kann sich an nichts mehr
erinnern, als er wieder aufwacht.
Die Szene indem der Domkapitular von Hermine seine Leibspeise Leber
verspeist und am Ende auf Grund des Alkohols und der K.O.-Tropfen mit dem Kopf im noch halb gefüllten Teller landet, wird wohl noch lange schmunzelnd in den Köpfen der Zuschauer bleiben.
Den "Filmriß" des Domkapitular nutzen alle aus, um ihm einzureden, er habe sich während der Predigt vor der ganzen Pfarrgemeinde völlig daneben benommen. Der Domkapitular fürchtet um seinen Ruf und seine Karriere und zieht schließlich mit den Versprechen von dannen, den Bischof nur Lobenswertes über die Pfarrgemeinde zu berichten und von einer Strafversetzung des Pfarrers Abstand zu nehmen.
Als dann auch noch die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elfriede überraschend ankündigt, nicht mehr für den Kirchengemeinderat, sondern für den Gemeinderat in Birresborn zu kandidieren,
sind des Pfarrers Probleme alle gelöst, die vom Ortsbürgermeister Bach werden wohl zunehmen, - dem Himmel sei Dank!

Souffleur in diesem Theaterstück war in diesem
Jahr Johannes Burggraf.
Für die Maske zeigte sich Manuela Donell-Zander und für
die Technik Wolfgang Zimmermann, alias Ede, verantwortlich.
Man freut sich in Birresborn bereits heute auf die nächsten Aufführungen, in der sicherlich wieder eine eine solche
Teamleistung gefragt ist.

Johannes Burggraf

Die Fotos der letzten Aufführung vom Samstag, 08. April 06
sind von Heribert Schmitz und Erika Zimmermann.


Fotos: http://www.birresborn.com/galerie/events/theater2006

Kontext
Datum 14.04.2006
Quelle Johannes Burggraf
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