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Birresborn

Eifelgemeinde mit Herz

Pfarrgemeinde

Tradition des Karfreitagsklappern wird in Birresborn fortgesetzt

Pastor Gerhard Schwan kann auch im Jahre 2007 auf weit über 20 Kinder an den beiden Kartagen beim Klappern in Birresborn zählen.

Tradition des Klappern an den Kartagen wird in Birresborn fortgesetzt


Birresborner Klapperkonner

Der uralte Brauch des Klapperns am Karfreitag und Karsamstag wird in Birresborn fortgesetzt. Das verstummen der Kirchenglocken seit dem späten Abend des Gründonnerstag wird durch das Klappern der Kinder ersetzt.

Birresborner Klapperkonner ("Klapperkinder")

Pastor Schwan traf sich bereits im Vorfeld der Kartagen mit den
Kindern und erklärte den Kindern den Sinn und Zweck des Klapperns.

Das Klappern findet dieses Jahr wie folgt statt:
Karfreitag 06.04.2007
07.30 Uhr mit dem Ruf: Hört her, hört her ihr lieben Leut′,
der Heiland ist gestorben heut
11.30 Uhr mit dem Ruf: Et logt Mettech
13.30 Uhr mit dem Ruf: Et logt Betglack
Karsamstag 07.04.2007
07.15 Uhr mit dem Ruf: Et logt Betglack
11.30 Uhr mit dem Ruf: Et logt Mettech
17.30 Uhr Hört her, hört her ihr lieben Leut′,
der Heiland ist erstanden heut.

Treffpunkt ist jeweils vor dem Alten Amt Birresborn.

Wenn die Glocken nach Rom fliegen....
In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag verstummen die Kirchenglocken und Kirchenorgeln. Nach einem alten Volksglauben pilgern die Glocken nach Rom und kehren zur Feier der Auferstehung Christi am Ostersonntag zurück.
Seit vielen Jahrhunderten ist es in den Eifeldörfern Brauch, dass die Kläpperkinder ­bis vor weinigen Jahren durften es nur Kläpperjungen sein ­ den heiligen Dienst der Glocken übernehmen und die Gemeinde zur Andacht rufen oder den "Mettisch" anzeigen.
Das Kläppern ist eine sehr geräuschvolles Ritual. Der Lärm wird dabei von den kleineren Kindern mit der Holzkläpper (oder "Flipp-Flapp") erzeugt, während die Älteren oftmals mit einem "Rappelkasten" ausgestattet sind. Die Kläpper war und ist oftmals ein Familienstück, das über Generationen hindurch eingesetzt wird.
Das Kläppern wird mit kurzen Versen verbunden, die im jeweiligen Dialekt die Tageszeit oder den Beginn der Andacht oder Messe verkünden.
Die anstrengende Arbeit der Kläpperkinder geschieht nicht ganz uneigennützig. Nach dem letzten Kleppergang am Samstag suchen sie alle Häuser auf, um sich ihren Lohn abzuholen. Früher waren dies in der Regel Eier und Mehl; heute wird mehr Wert auf Süßigkeiten und "bare Münze" gelegt.
Es ist schön, dass der alte Osterbrauch bis in die heutige Zeit erhalten geblieben ist und noch in vielen Dörfern praktiziert wird. Wir möchten an dieser Stelle den Kläppermädchen und -jungen für ihren Einsatz danken und wünschen ihnen viel Spaß dabei.

Kontext
Datum 06.04.2007
Quelle Johannes Burggraf
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